Pfefferkuchen

Zu den zahlreichen Leckereien, die in der Weihnachtszeit auf den Tisch kommen, gehört auch der Pfefferkuchen. Gefüllt und ungefüllt, mit und ohne Schokoladenüberzug – die würzige Spezialität kommt in den verschiedensten Formen, Verzierungen und Geschmacksnuancen daher. Schon ihr aromatischer Duft verspricht eine ganz außergewöhnliche Geschmacksreise, auf die man sich in der Adventszeit besonders gern begibt.

Als sächsische Spezialität hat sich der Pulsnitzer Pfefferkuchen einen Namen gemacht. In den Pulsnitzer Pfefferküchlereien formen wahre Meister der Garnierkunst die tollsten Figuren und einfallsreichsten Verzierungen. Hier findet man zwischen Pfefferkuchenherzen und -schnitten auch das eine oder andere märchenhafte Knusperhäuschen, dem schon Hänsel und Gretel nur schwer widerstehen konnten.


Wussten Sie, …?

Jede der neun Pfefferküchlereien der Stadt Pulsnitz, in denen die Tradition des köstlichen Backwerks fortgeführt wird, besitzt eine ganz spezielle Rezeptur, nach der die Pfefferkuchen-Spezialitäten des Hauses hergestellt werden. Verschiedene Gewürzmischungen geben den Küchlein jeder einzelnen Manufaktur einen unverwechselbaren und einzigartigen Geschmack.

Historie – Wie der Pfeffer zum Kuchen kam

Zu den Grundbestandteilen des Festgebäcks zählen Mehl und Honig. Diese werden mit vielen Gewürzen abgeschmeckt, bis sie nach wochen- oder gar monatelangem Reifen ihr feines Aroma entwickeln. Der schmackhafte Pulsnitzer Pfefferkuchen verdankt seine Bezeichnung zum einen dem gleichnamigen Ort in der sächsischen Oberlausitz. Bereits seit 1558 wird das schmackhafte Gebäck hier hergestellt.

Natürlich zeichnet sich der Pfefferkuchen nicht durch einen hohen Anteil des scharfen Pfeffers, wie wir ihn heute kennen, aus. Da aber im Mittelalter orientalische Gewürze wie Zimt und Nelken noch unter dem Sammelbegriff „Pfeffer“ zusammengefasst wurden, prägte sich in jener Zeit der Begriff „Pfefferkuchen“ – und blieb in dieser Form bis heute erhalten.


Werden Sie selbst zum Pfefferkuchen-Bäcker

In der Pulsnitzer Pfefferkuchen-Schauwerkstatt können Sie sich auf eine kleine Zeitreise begeben. Das kleine Museum versetzt Sie zurück in eine Pfefferküchlerei aus dem Jahre 1900. Hier können Sie historische Maschinen und Ladeneinrichtung bestaunen und in der Backstube Ihr Geschick beim Backen und Verzieren Ihres eigenen Pfefferkuchens beweisen.

Jahrhundertelang gehütete Rezepturen und das handwerkliche Können der Pulsnitzer Pfefferküchler bescheren dem Pfefferkuchen zu Recht einen ausgezeichneten Ruf – und der Stadt Pulsnitz damit den Titel als „Pfefferkuchenstadt“ Deutschlands. Mit seiner Jahrhunderte alten Tradition und seinem feinen und zugleich abwechslungsreichen Geschmack gehört der Pfefferkuchen heute einfach zum weihnachtlichen Naschwerk, bei dem große und kleine Genießer gern zugreifen.