Weihnachtsmarkthistorie

Die Geschichte des Weihnachtsmarktes

Hell erleuchtete Buden, weihnachtliche Musik und fröhliches Treiben. Der Duft nach Zimt, Glühwein und gebrannten Mandeln. Weihnachtsmärkte sind beliebte Ausflugsziele in der vorweihnachtlichen Zeit und ziehen jedes Jahr zahlreiche Besucher in ihren Bann.

Süßes, Musikalisches und Traditionelles

Dabei sind Weihnachtsmärkte keineswegs eine Erscheinung der modernen Zeit. Die Wurzeln dieser Tradition reichen bis ins 14. Jahrhundert zurück. In Deutschland fanden bereits um das Jahr 1300 erste Märkte statt. Diese boten die Möglichkeit, sich mit Kleidung oder Nahrungsmitteln einzudecken.

Ein wichtiger Bestandteil eines Weihnachtsmarktes war schon damals die Versorgung mit Speisen und warmen Getränken. Diese werden heutzutage an zahlreichen Verkaufsständen angeboten. Besonders beliebt sind gebrannte Mandeln, Maronen, Stollen, sowie Glühwein und heiße Schokolade. Außerdem gibt es zahlreiche Stände, an denen Weihnachtsartikel und Christbaumschmuck verkauft werden. Häufig wird auch ein abwechslungsreiches Programm aus Musik- oder Schauspielstücken angeboten. Den Mittelpunkt eines Weihnachtsmarktes bildet meist ein riesiger Weihnachtsbaum, der durch seine festliche Beleuchtung eine warme und gemütliche Atmosphäre in der dunklen Jahreszeit schafft, oder eine große Weihnachtspyramide.

Rund um den Globus

Die Verbreitung der Weihnachtsmärkte reicht heute von Deutschland über Österreich und die Schweiz bis nach Italien. Vereinzelt gibt es auch Märkte im Elsass und in Osteuropa. Im englischsprachigen Raum gibt es Kopien deutscher Weihnachtsmärkte, die meist als „German Christmas Markets“ bezeichnet werden.

In Deutschland sind vor allem sächsische Weihnachtsmärkte sehr bekannt. Der berühmteste und gleichzeitig einer der ältesten Weihnachtsmärkte in Deutschland ist der Dresdener Striezelmarkt. Dieser findet seit 1434 jährlich statt. Ursprünglich war er ein eintägiger Fleischmarkt und bot die Möglichkeit den Weihnachtsbraten auszuwählen. Im Laufe der Zeit zog der Striezelmarkt immer mehr Handwerker und Händler an. Im Jahre 1700 wurde dann die Dauer des Marktes verlängert. Heute zählt der Dresdener Striezelmarkt zu den bedeutendsten Weihnachtsmärkten in Deutschland.

Weitere bekannte sächsische Weihnachtsmärkte finden sich in Chemnitz, Leipzig und Bautzen. Die Ursprünge des Bautzener Weihnachtsmarktes, dessen offizieller Name Wenzelsmarkt lautet, reichen bis 1384 zurück. Er ist damit der älteste deutsche Weihnachtsmarkt.

Erzgebirgische Weihnachtsmärkte

Über nationale Grenzen hinaus bekannt sind die Weihnachtsmärkte im Erzgebirge. Die größten befinden sich unter anderem in Annaberg-Buchholz, Freiberg und Schwarzenberg. Ein besonderes Merkmal ist der Verkauf von typisch erzgebirgischer Volkskunst, wie zum Beispiel Räuchermänner, Schwibbbögen oder Weihnachtsengeln. Außerdem finden im Umfeld vieler dieser Weihnachtsmärkte Bergparaden statt. Ursprünglich dienten sie dazu, dem Landesherrn und seinem Gefolge zu huldigen.

Die erzgebirgischen Weihnachtsmärkte sind jedes Jahr aufs neue Besuchermagnete für Touristen aus ganz Deutschland und dem Ausland.

Egal ob groß oder klein, ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt lohnt sich immer. Gerüche, Klänge und Eindrücke schaffen eine festliche und entspannte Atmosphäre. Kein Ort ist daher besser geeignet, um sich auf die Weihnachtszeit einzustimmen.

Welche Weihnachtsmärkte Sie in diesem Jahr besuchen können, erfahren Sie in unserem Veranstaltungsplan.

Veranstaltungsplan