Eine alte Technik für runde Formen
Beim Drechseln rotiert ein Werkstück, während ein Werkzeug Material abnimmt. Das Prinzip ist sehr alt und wurde lange vor den erzgebirgischen Weihnachtsfiguren für Gefäße, Bauteile und Gebrauchsgegenstände genutzt.
Frühe Antriebe arbeiteten mit Schnüren und wechselnden Drehrichtungen. Später ermöglichten technische Weiterentwicklungen die kontinuierliche Rotation. Die Geschichte lässt sich nicht auf eine einzige sicher bekannte Erfindungsszene zurückführen.
Im Erzgebirge wurde das Drechseln zu einem wichtigen Bestandteil der Holzverarbeitung und Spielzeugherstellung. Aus gedrechselten Grundformen entstanden Figuren, Gefäße und Dekorationsstücke. Das Reifendrehen in Seiffen ist eine besondere regionale Entwicklung dieses Handwerks.
Bilder aus dem Weihnachtsfreu-Archiv
Ägypter mit Fiedelbohrer bei der Fertigung eines Stuhles (Malerei im Grab des Rechmire; 2. Hälfte des 15. Jh. v. Chr.), bereitgestellt vom Heimatverein Vetoniana Pfünz
Entwurf einer verbesserten Wippdrehbank von Leonardo da Vinci, bereitgestellt vom Heimatverein Vetoniana Pfünz
handgedrechselte Einzelstücke von Köhler Kunsthandwerk aus Eppendorf
